1. zur Hauptnavigation
  2. zur Unternavigation
  3. zum Inhalt
 

Early Excellence

 

Der Early Excellence Ansatz besteht aus dem Bildungsverständnis und den pädagogischen Strategien der ErzieherInnen. Dieser Ansatz sieht das Kind als neugieriges und wissbegieriges Wesen, welches sich die Welt erklären möchte. Es verfolgt seine Interessen und lernt schnell.

 

Das Kind steht in einem Bildungsprozess mit seiner Umwelt und dem sozialen und kommunikativen Kontakt zum Erwachsenen. Die geistige und gefühlsmäßige Verarbeitung seiner Lernerfahrungen verarbeitet nur das Kind selbst, unabhängig von den Bewertungen eines Erwachsenen.

 

Was das Kind tut ergibt nicht immer einen Sinn für uns, jedoch meist für das Kind.

 

Erwachsene sollten dem Kind eine lernanregende Umwelt und Materialien bieten, welche es eigenständig entdecken kann. Durch die Kommunikation mit dem lernenden Kind, wird der ErzieherIn bewusst, welches Wissen es sich aneignet und wie die ErzieherIn bei diesem Lernprozess unterstützend handeln kann.

 

Zu dem Early Excellence Ansatz gehören acht pädagogische Strategien, die einen Schwerpunkt des Konzeptes darstellen. Diese beschreiben das angemessene und unterstützende Verhalten des Erziehers dem Kind gegenüber.

 

 

1. Sanfte Intervention: Warten und Beobachten in respektvoller              Distanz.
2. Kontextsensivität: Den kindlichen Kontext kennen und fähig sein,
seine früheren Erlebnisse mit einzubeziehen, damit Lernprozesse an Erfahrungen anknüpfen können.
3.  Zuwendung durch physische Nähe und Mimik und
damit Bestätigung des Kindes.
4.  Das Kind ermutigen, zu wählen und selbst zu entscheiden.
5.  Das Kind dabei unterstützen, angemessene Risiken einzugehen.
6.  Das Kind ermutigen, etwas zu tun, was den Erwachsenen im Ablauf selbst unklar ist.
Das Kind bei diesem Experiment begleiten.
7.  Wissen, dass die Haltung und die Einstellung des Erwachsenen das Kind beeinflussen.
8.  Der Erwachsene zeigt, dass er und das Kind im Lernen Partner sind.


Die Beobachtungsthematik im Early Excellence Ansatz erwartet, dass die Beobachtungen ressourcenorientiert, praxistauglich und wissenschaftsbasiert sind. Das Kind wird mit seinen Stärken und Kompetenzen in den Mittelpunkt der Beobachtungen gestellt. Diese werden bei regelmäßigen Beobachtungen des Kindes in einer alltäglichen Situation von der ErzieherIn festgestellt und dokumentiert. Mehrere ErzieherInnen beobachten ein Kind in regelmäßigen Abständen mit Hilfe eines Beobachtungsbogens. Bei den Beobachtungen wird beispielsweise das emotionale Wohlbefinden des Kindes, dessen Schemata und die Bildungsbereiche berücksichtigen. Am Ende der Beobachtungen werden die Beobachtungsergebnisse den anderen ErzieherInnen vorgestellt und anhand der Besprechungen ein individuelles Angebot für das Kind erarbeitet.

 

Möglichst bald wird dieses individuelle Angebot dann mit dem Kind durchgeführt. Jede Woche wird ein Kind beobachtet, für welches dann ein individuelles Angebot (=Sternstunde) geplant wird. Nach diesem Angebot werden die Ergebnisse aus dem Angebot in den PLOD/Lernkreis eingetragen. Nach dem Angebot findet ein Austausch zwischen Personal und Eltern, über dieses, statt.

 

BezugserzieherInnen sind im Early Excellence Ansatz wichtige Ansprechpartner für das Kind. Sie bieten dem Kind Sicherheit und Orientierung. Die Kinder werden von der BezugserzieherIn, von der Eingewöhnung bis zum Verlassen der Einrichtung begleitet.

 

Die ErzieherIn nimmt eine Bindung zum Kind auf, ist verantwortlich für Beobachtungen, die Führung des Entwicklungsordners und für das Erstellen des Situationsbuches.

 

Voraussetzung für eine gut funktionierende Erziehungspartnerschaft ist eine gleichrangige, wertschätzende und gemeinsame Kommunikationsebene auf „Augenhöhe". Für die positive Entwicklung des Kindes ist es in erster Linie wichtig, dass Eltern in der Lage sind, das Lernen ihrer Kinder auf Grund ihrer Erfahrungen erfolgreich zu begleiten.

 

 

zum Seitenanfang

 
Zeit